Wie viel Vergrösserung brauche ich?
Das ist bei jedem Menschen anders und hängt von zwei Dingen ab: wie viel Sehkraft noch vorhanden ist und wofür Sie die Vergrösserung brauchen. Die Tageszeitung mit ihrer kleinen Schrift braucht mehr Vergrösserung als ein Preisschild im Laden. Deshalb messen wir in der Beratung mit speziellen Lesetafeln Ihren sogenannten Lesevisus, also wie klein Schrift sein darf, damit Sie sie noch gut erkennen. Eine Lupe «auf gut Glück» aus dem Warenhaus überspringt genau diesen Schritt und passt deshalb selten wirklich.
Je stärker die Vergrösserung, desto kleiner der sichtbare Bildausschnitt und desto kürzer der Abstand zur Vorlage: Schon bei einer verstärkten Lesebrille mit ein- bis dreifacher Vergrösserung sinkt der Leseabstand auf rund 8 Zentimeter. Fernrohrlupenbrillen umgehen dieses Problem gezielt und erreichen bis zu 12-fache Nah-Vergrösserung bei vergleichsweise grossem Arbeitsabstand.
- Je stärker die Vergrösserung, desto kleiner das Sehfeld, also der Bildausschnitt, den Sie auf einen Blick sehen
- Je stärker die Vergrösserung, desto näher müssen Sie mit dem Auge an die Vorlage heran
- Für entspanntes, flüssiges Lesen braucht es meist etwas mehr Vergrösserung, als gerade eben zum Erkennen nötig wäre; auch das klären wir in der Messung, statt zu schätzen



