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Low Vision und vergrössernde Sehhilfen

Wenn eine normale Brille im Alltag an ihre Grenzen stösst, beraten wir Sie zu vergrössernden Sehhilfen, von der Lupe bis zum Kantenfilter, in Uzwil, Flawil und Herisau.

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Runde und rechteckige Handlupe liegen auf einer Tageszeitung

Wieder die Zeitung lesen, handarbeiten oder dem Fernsehen gut folgen: Mit der passenden vergrössernden Sehhilfe ist das oft möglich. Von Low Vision spricht man, wenn es dafür mehr braucht als eine Brille. Wir nehmen uns 60 bis 90 Minuten Zeit und arbeiten dabei mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt zusammen.

Wie viel Vergrösserung brauche ich?

Das ist bei jedem Menschen anders und hängt von zwei Dingen ab: wie viel Sehkraft noch vorhanden ist und wofür Sie die Vergrösserung brauchen. Die Tageszeitung mit ihrer kleinen Schrift braucht mehr Vergrösserung als ein Preisschild im Laden. Deshalb messen wir in der Beratung mit speziellen Lesetafeln Ihren sogenannten Lesevisus, also wie klein Schrift sein darf, damit Sie sie noch gut erkennen. Eine Lupe «auf gut Glück» aus dem Warenhaus überspringt genau diesen Schritt und passt deshalb selten wirklich.

Je stärker die Vergrösserung, desto kleiner der sichtbare Bildausschnitt und desto kürzer der Abstand zur Vorlage: Schon bei einer verstärkten Lesebrille mit ein- bis dreifacher Vergrösserung sinkt der Leseabstand auf rund 8 Zentimeter. Fernrohrlupenbrillen umgehen dieses Problem gezielt und erreichen bis zu 12-fache Nah-Vergrösserung bei vergleichsweise grossem Arbeitsabstand.

  • Je stärker die Vergrösserung, desto kleiner das Sehfeld, also der Bildausschnitt, den Sie auf einen Blick sehen
  • Je stärker die Vergrösserung, desto näher müssen Sie mit dem Auge an die Vorlage heran
  • Für entspanntes, flüssiges Lesen braucht es meist etwas mehr Vergrösserung, als gerade eben zum Erkennen nötig wäre; auch das klären wir in der Messung, statt zu schätzen

So läuft die Low-Vision-Beratung ab

Die Beratung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch, gefolgt von Messung und Ausprobieren, denn nicht jedes Hilfsmittel passt für jede Tätigkeit.

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    Ausführliches Gespräch

    Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch: Was möchten Sie im Alltag wieder tun können, lesen, fernsehen, kochen, Hobbys nachgehen, am Computer arbeiten? Daraus leiten wir ab, welche Hilfsmittel überhaupt infrage kommen.

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    Messung und Abklärung

    Wir messen Ihren Lesevisus mit Lesetafeln, prüfen das Gesichtsfeld und besprechen die Lichtverhältnisse bei Ihnen zu Hause. So finden wir die Vergrösserung, die zu Ihrem Sehrest und Ihrer Aufgabe passt.

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    Ausprobieren und Ausleihen

    Viele Hilfsmittel leihen wir Ihnen zum Testen im Alltag aus. Erst wenn eine Lupe oder ein Lesegerät auch zu Hause funktioniert, lohnt sich die Anschaffung.

LED-Handlupe vergrössert den Text einer Tageszeitung

Handlupe und Leuchtlupe: die Klassiker unterwegs

Die klassische Handlupe ist die einfachste und flexibelste Lösung: Sie nehmen sie überallhin mit und setzen sie ein, wo gerade Bedarf ist, im Laden fürs Preisschild, unterwegs für den Fahrplan, zu Hause für den Brief. Handlupen gibt es von leichter bis sehr starker Vergrösserung; welche Stufe für Sie sinnvoll ist, zeigt die Messung. Für ein scharfes Bild braucht es aber eine ruhige Hand und den richtigen Abstand zum Text.

Eine Handlupe mit eingebautem LED-Licht, die Leuchtlupe, kombiniert Vergrösserung und Beleuchtung in einem Gerät. Licht und Vergrösserung wirken direkt zusammen: Mehr Licht auf dem Text senkt oft die nötige Vergrösserung spürbar, mehr dazu weiter unten unter «Licht ist die halbe Sehhilfe».

Wenn die Hand zittert oder frei bleiben muss

Bei zitternden Händen eignen sich Aufsetz- und Standlupen oder elektronische Handlupen besser als eine gehaltene Lupe.

Bei Tremor & Rheuma

Aufsetz- und Standlupe

Diese Lupe setzen Sie direkt auf den Text auf oder stellen sie mit einem kleinen Fuss davor. Der Abstand zur Vorlage stimmt dadurch automatisch. Das ist die richtige Wahl bei zitternden Händen, etwa bei Parkinson oder Rheuma, oder wenn längeres Halten einer Lupe ermüdet.

Stärkste Stufe

Elektronische Handlupen & Bildschirmlesegeräte

Für mehr Vergrösserung, als eine optische Lupe bietet, kommen elektronische Handlupen und Bildschirmlesegeräte (CCTV) zum Einsatz. Sie vergrössern elektronisch, oft mit einstellbarem Kontrast, und sind bei uns ebenfalls im Sortiment.

Lupenbrille mit aufgesetztem Vergrösserungssystem auf einem Brillenetui

Lupenbrille für Hobby und Handarbeit

Bei der Lupenbrille sitzt die Vergrösserung direkt vor dem Auge, wie bei einer Lesebrille, und beide Hände bleiben frei. Das eignet sich besonders für Handarbeiten, Werken, Musizieren oder andere Hobbys, bei denen Sie etwas in den Händen halten müssen. Bei uns wählen Sie aus Lupenbrillen von 1,5-facher bis 6-facher Vergrösserung.

Ein Punkt, der viele überrascht: Je stärker die Lupenbrille, desto kürzer wird der Abstand zwischen Auge und Vorlage, oft bleiben nur wenige Zentimeter. Das erklären wir Ihnen in der Beratung genau, damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen.

Fernrohrlupen für Ferne und Nähe

Eine Fernrohrlupe, auch Fernrohrbrille genannt, ist ein kleines Fernrohr, das in oder vor das Brillenglas eingebaut wird. Für die Ferne hilft sie beim Fernsehen, im Theater oder Konzert oder um Strassenschilder besser zu erkennen. Mit einer zusätzlichen Vorsatzlinse wird aus derselben Fernrohrbrille ein Lesesystem für die Nähe.

Wichtig zu wissen: Durch das eingebaute Fernrohrsystem ist das Sehfeld deutlich eingeschränkt, und Entfernungen werden anders eingeschätzt als gewohnt. Fernrohrbrillen eignen sich deshalb zum Sitzen oder Stehen, nicht aber zum Gehen oder für den Strassenverkehr. Die Eingewöhnung braucht etwas Übung, die wir gemeinsam mit Ihnen machen.

Kantenfilter: mehr Kontrast, weniger Blendung

Kantenfilter sind Spezialgläser für besondere Lichtverhältnisse und wirken anders als eine normale Sonnenbrillentönung oder ein Blaulichtfilter für den Bildschirm: Ein Kantenfilter schneidet das kurzwellige Licht fast vollständig ab.

So wirkt der Filter

Eine scharfe Kante statt gleichmässiger Tönung

Ein Kantenfilter dämpft nicht das ganze Licht gleichmässig, sondern schneidet an einer genau festgelegten Wellenlänge scharf ab: Der blaue, kurzwellige Lichtanteil unterhalb dieser «Kante» wird fast vollständig herausgefiltert, der Rest kommt weitgehend durch. Das senkt Blendung und lässt Kontraste stärker wirken.

Für wen es interessant sein kann

Beispiele aus der Praxis

Kantenfilter werden häufig bei Makuladegeneration, Retinitis pigmentosa oder Glaukom eingesetzt, weil bei diesen Augenerkrankungen oft eine erhöhte Blendempfindlichkeit besteht. Welche Filterstufe zu Ihnen passt, finden wir gemeinsam heraus, gerne in Absprache mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt.

Beratung

Ausprobieren statt raten

Welche Filterstufe und Farbe Ihnen hilft, zeigt sich beim Ausprobieren. Bei uns testen Sie verschiedene Filterstufen und Farben in Ruhe: Sie merken selbst am schnellsten, was Ihnen guttut. Ob Ihr Filter auch zum Autofahren passt, besprechen wir in der Beratung.

Licht ist die halbe Sehhilfe

Mit dem Alter und bei Sehbehinderung braucht das Auge deutlich mehr Licht, um scharf zu sehen. Gute Beleuchtung ist deshalb ein fester Teil jeder Sehhilfen-Beratung.

Warum das so ist

Die alternde Linse braucht mehr Licht

Mit dem Alter trübt sich die Augenlinse ein, die Pupille wird kleiner, und mehr Licht wird in der Linse gestreut statt scharf auf die Netzhaut gebündelt. Das erhöht gleichzeitig den Lichtbedarf und die Blendempfindlichkeit.

Anhaltswert für den Leseplatz

Rund 500 Lux

500 Lux

empfohlen für Leseplätze

Am Leseplatz braucht es oft mehr als die allgemeine Wohnraum-Norm von 300 Lux. Nach unserer Erfahrung bringt eine gute Leseleuchte oft so viel wie eine Stufe mehr Vergrösserung.

Blendung vermeiden

Licht seitlich, nicht von vorne

Am besten fällt das Licht seitlich oder von schräg hinten über die Schulter auf Ihre Lesevorlage, nicht direkt ins Auge und nicht als Reflex von der Vorlage selbst. Auch dazu beraten wir Sie in der Low-Vision-Beratung.

Aktuelles zu Optik

Beiträge, Tipps und Hintergründe aus unserem Fachgeschäft.

Häufige Fragen zu Low Vision und vergrössernde Sehhilfen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu dieser Leistung.

Wie viel Vergrösserung brauche ich?

Das ist individuell und hängt von Ihrem Sehrest und der Aufgabe ab: Die Tageszeitung braucht mehr Vergrösserung als ein Preisschild. In der Beratung messen wir Ihren Lesevisus mit Lesetafeln, damit die Vergrösserung wirklich passt, statt sie zu schätzen. Als Faustregel gilt: Je stärker die Vergrösserung, desto kleiner das Sehfeld und desto kürzer der Abstand zum Text.

Was ist der Unterschied zwischen einer Lupe und einer Lupenbrille?

Bei einer Lupe halten Sie das Vergrösserungsglas selbst vor den Text; bei einer Lupenbrille sitzt die Vergrösserung direkt vor dem Auge wie bei einer Lesebrille, und beide Hände bleiben frei. Wir führen Lupenbrillen von 1,5-facher bis 6-facher Vergrösserung, ideal für Handarbeiten, Werken oder andere Hobbys.

Was bringt eine Lupe mit Licht?

Licht und Vergrösserung wirken zusammen: Mit zunehmendem Alter oder bei Sehbehinderung braucht das Auge deutlich mehr Licht. Eine Handlupe mit LED-Beleuchtung liefert genau dieses zusätzliche Licht direkt am Lesepunkt. Nach unserer Erfahrung bringt bessere Beleuchtung oft so viel wie eine Stufe mehr Vergrösserung.

Was ist ein Kantenfilter und wem hilft er?

Ein Kantenfilter ist ein Spezialglas, das den blauen Lichtanteil unterhalb einer festgelegten Wellenlänge herausfiltert und dadurch Blendung senkt und Kontraste stärker wirken lässt. Er wird häufig bei Makuladegeneration, Retinitis pigmentosa oder Glaukom eingesetzt. Die Wirkung ist individuell, deshalb probieren wir verschiedene Filterstufen und Filterfarben gemeinsam mit Ihnen aus.

Gibt es Unterstützung durch IV oder AHV für vergrössernde Sehhilfen?

Bei einer hochgradigen Sehbehinderung kann sich die IV an vergrössernden Sehhilfen beteiligen, in bestimmten Fällen auch die AHV. Ob das in Ihrer Situation zutrifft, klären wir im Beratungsgespräch, in Zusammenarbeit mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt.

Wie arbeitet die Low-Vision-Beratung mit meiner Augenärztin oder meinem Augenarzt zusammen?

Hand in Hand: Die Behandlung Ihrer Augenerkrankung bleibt bei Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt. Unsere Aufgabe ist es, den vorhandenen Sehrest mit passenden Hilfsmitteln bestmöglich zu nutzen: Lupen, Lupenbrillen, Fernrohrlupen, Kantenfilter und Beleuchtung. Wenn möglich, haben Sie zur Beratung den aktuellen Bericht Ihrer Augenärztin oder Ihres Augenarztes dabei.

Darum ADLER

Dipl. Augenoptik SBAO & Optometrie

Diplomierte Augenoptiker SBAO, Optometrist BSc und Augenoptikermeister in unserem Team.

3× in der Ostschweiz

Herisau, Flawil und Uzwil: bei Ihnen in der Nähe.

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Gutes Sehen und Hören aus einer Hand.

Beratung vor Verkauf

Persönlich und mit Zeit für Ihre Fragen.

Low Vision und vergrössernde Sehhilfen vor Ort in Uzwil, Flawil und Herisau

Persönliche Beratung dazu erhalten Sie in unseren Fachgeschäften in Uzwil, Flawil und Herisau. Sie wählen einfach das Fachgeschäft, das für Sie am besten liegt.